News: 05.06.2026

Konzept Schlammland - Wasser zukunftsfähig bewirtschaften

Der trockene April 2026 hat deutlich gemacht, wie schnell Wasser auch in der Schweiz knapp werden kann. Vielerorts fielen nur 10 bis 30 Prozent der üblichen Regenmenge, die Böden blieben ungenügend durchfeuchtet, und die Landwirtschaft geriet bereits im Frühling unter Druck. Solche Entwicklungen zeigen: Wasser muss künftig anders gedacht, bewirtschaftet und gesichert werden. Wir unterstützen Gemeinden, Kantone, Regionen und Organisationen mit unserem umfassenden Know-how und spezialisierten Dienstleistungen im Wasserressourcenmanagement.

Die Schweiz erlebt immer häufiger Phasen, in denen der Niederschlag nicht ausreicht, um die Verdunstung und Nutzung auszugleichen. Die Folge ist eine zunehmende Trockenheit, die nicht nur Wälder und Gewässer betrifft, sondern auch die Trinkwasserversorgung und die landwirtschaftliche Produktivität gefährdet. Die traditionelle Bewirtschaftung von Böden und die Versiegelung von Flächen haben die natürliche Speicherfähigkeit der Landschaft weiter reduziert.

Schwammland Konzept!
Hier kommt das Konzept des Schwammlands als integrale Lösung in den Fokus. Die Idee besteht darin, Landschaften wie einen Schwamm zu gestalten, sodass sie Niederschlag aufnehmen, speichern und in Trockenphasen langsam wieder abgeben können. Dies geschieht unter anderem durch kaskadenartige Retentionsbecken, eine höhere Rauigkeit der Landschaft durch Agroforstsysteme oder durch eine schonende Bodenbearbeitung

Die Umsetzung von Schwammland-Strategien erfordert einen Paradigmenwechsel in der Raumplanung und der Landwirtschaft. Es geht nicht nur um den Schutz von Gewässern, sondern um die aktive Gestaltung von Landschaften, die widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse sind. Erste Pilotprojekte zeigen, wie wichtig es ist, die natürliche Speicherfähigkeit der Böden zu erhalten und zu stärken.

Ressourcen sichern
Die Erfahrungen des April 2026 verdeutlichen, dass wir uns auf eine Zukunft einstellen müssen, in der Wasser knapp werden kann. Die Integration von Schwammland-Strategien in die nationale und regionale Planung ist daher nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche und soziale Notwendigkeit. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung der Wasserkreisläufe können wir die Folgen des Klimawandels abmildern und die Ressourcen für zukünftige Generationen sichern.

Die Diskussion um das Schwammland ist damit ein zentrales Element der aktuellen Debatte über Klimaanpassung in der Schweiz. Sie erfordert die Zusammenarbeit von Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft, Planung und Bevölkerung, um gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Weitere Infos

Gerne erzähle ich Ihnen mehr dazu ...

Niklas Schuler
Projektleiter Schwammland
Jubiläumsstrasse 93
3005 Bern