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Rohbau wird papierlos gebaut!

Ein Pilotprojekt ist auf der ARA Werdhölzli im Gange! Der gesamte Rohbau aus Stahlbeton der neuen Schlamm­behandlungs­zentrale wird papierlos gebaut. Das heisst: die Dimensionierung, die Planung, die Ausführung auf der Baustelle basiert alles auf Grundlage von digitalen Modellen. Der Bau ist in vollem Gange. Die Bodenplatte und ein Teil des Erdgeschosses sind bereits erstellt. Gemäss den Baufachleuten vor Ort hat bis anhin alles gut funktioniert!

Zusammen mit Implenia haben wir (Gesamtplaner der Erneuerung der Schlammbehandlung des Klärwerks Werdhölzli) entschieden, das Pilotprojekt durchzuführen. Nach dem Entscheid folgten intensive gemeinsame Sitzungen, um die Anforderungen an die Soft- und Hardware rund um den Aufbau des Tragwerks und den Prozess auf der Baustelle zu definieren. Wir haben die Bedürfnisse aller Beteiligten wie Statiker, Konstrukteuren, Bauleitung, Bauführer, den Polieren und Eisenleger integriert. Wer benötigt was und in welchem Detaillierungsgrad? Welche Bezeichnungen und Eigenschaften müssen ins digitale Modell einfliessen? Wir haben anfänglich ein Testmodell kreiert; haben die Feedbacks dazu gesammelt und diese im definitiven, fertigen Modell einfliessen lassen.

Vor Ort stehen nun zwei «Planhüsli 2.0». Sie beinhalten einen grossen Bildschirm, worauf der digitale Zwilling zu studieren ist. Auch sind verschiedene Tablets vorhanden, die durch den Polier und Eisenleger unter Volleinsatz stehen.

Das Tragwerksmodell ersetzt dabei die heutigen Schalungspläne mit allen notwendigen Infor­mationen wie Etappierung, Betonrezeptur, Einlagen und Abmessungen. Im Bewehrungs­modell ist jedes Eisen dreidimensional ersichtlich und herauslesbar. Bisher sind zur Bewehrungs­führung deutlich weniger Fragen aufgetaucht, als bei herkömmlichen Plänen welche bei so einem komplexen Bau sonst entstehen. Unser Statik-Abteilungsleiter, Rodolfo Salis, kontrolliert das Bewehrungs­modell mittels Navisworks und platziert seine Kommentare direkt in das Modell. Es entfällt somit schon in der Planung das aufwendige Ausdrucken von Korrex-Plänen. Vor Ort erfolgt die Bewehrungsabnahme durch unseren Bauleiter Frank Plescher ebenfalls mittels Einsatzes eines Tablets.

Ab 2023 soll die Schlamm­behandlungs­zentrale in Betrieb genommen werden.

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