Im unteren Dorfteil befindet sich die Quelle Tobel sowie das Quellwasserpumpwerk Chueweid. Die Wasserversorgung betreibt das Quellwasserpumpwerk (QWPW) Chueweid für die Versorgungszone Sulz und sowie zur Förderung des Quellwassers in das Reservoir Horbe der Hauptzone.
Als erste Massnahme durften wir im Jahre 2024 die Quelle Tobel komplett neu fassen und mit einer neuen Brunnstube mittels PE-Fertigschacht ausrüsten. Von der neuen Brunnstube fliesst das Wasser in das QWPW Chueweid.
Das QWPW Chueweid mit zwei Wasserkammern wurde im Jahre 1909 erstellt. Im Jahre 1974 wurde ein kleiner Betriebsraum für die Stufenpumpe angebaut. Das Bauwerk erfüllte die aktuellen hygienischen und betrieblichen Vorgaben nicht mehr. Ein Einbau einer zusätzlichen UV-Anlage für die Behandlung des Quellwassers konnte auch Platzgründen auch nicht umgesetzt werden.
Neben dem QWPW sollte auch das Reservoir Sulz welches die Zone Sulz bewirtschaftet altershalber saniert werden. Aus diesem Grund sowie dem Aufbau eines zweiten Standbeins durch den Anschluss an den geplanten Wasserverbund «Wasser2035» wurde in einer Machbarkeitsstudie ein übergeordnetes Konzept für die drei Teilprojekt erarbeitet. Aus der Machbarkeitsstudie konnten folgende Beschlüsse gefasst werden.
Das bestehende Bauwerk befindet sich an der Kreuzung Eggenwiler- Küntenerstrasse / Kirchweg. Aufgrund des geringen Platzbedarfs auf der bestehenden Parzelle wurde ein Neubau in die bestehende Struktur des alten Pumpwerks geplant. Dadurch konnten aufwändige Baugrubensicherungen im Strassenbereich und Materialressourcen eingespart werden. Die neue Wasserkammer wurde mit wasserabweisenden Schalungsbahnen realisiert. Der Betriebsraum wurde nach Stand der aktuellen Technik ausgerüstet. Zur hygienischen Absicherung des Quellwassers wurde eine UV-Anlage realisiert. Über eine neue Stufenpumpe wird das in der Wasserkammer eingelagerte Quellwasser in die Hauptzone sowie in das Reservoir Horbe gefördert. Der Überlauf der Wasserkammer sowie der Verwurf des Quellwassers werden direkt in den Küntenerbach abgeleitet. Bei der Sanierung des Kirchwegs wurde diese Leitung abgetrennt. Mittels eines Rammvortriebs konnte die erneuerte Strasse grabenlos gequert werden. Die Rammung erfolgt unterhalb des neu verlegten Abwasserkanals DN 600 mm.
Aufgrund der Analyse in der Machbarkeitsstudie konnten verschiedene Bedürfnisse und finanzielle Ressourcen für den zukünftigen Betrieb der Wasserversorgung Künten in einem zentralen Projekt gebündelt werden. Als Vorbereitung für den Anschluss «Wasser2035» dürfen wir die hydraulische Optimierung der bestehenden Stichleitung der Zone Sulz in Angriff nehmen.